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 Umbrien


Umbrien heute

 




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Umbrien heute

Umbrien ist eine auf den Menschen zugeschnittene Region, ein Gebiet, reich an natürlichen Schönheiten aber auch an großer, alter Tradition und vitalen Kräften, die in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nahtlos ineinander übergehen. Etwas mehr als 800 000 Einwohner leben auf einem Raum von knapp 8456 qkm in dieser Region im Herzen Italiens, die sich in 92 Gemeinden unterteilt, welche das verwaltungsmäßige Gerüst Umbriens darstellen. Dörfer und Städte verteilen sich gleichmäßig über die gesamte Region, wie auch die umbrische Bevölkerung, so daß es praktisch keine großstädtischen Ballungszentren gibt; so zählt Perugia, die Hauptstadt der Region, nur 151000 Einwohner. Andererseits gibt es aber auch nicht die für andere Regionen typischen menschenleeren Landstriche. Aufgrund der kurzen Entfernungen zwischen den Städten und durch die geringen Ausmaße der Region sind Kontakte und Verbindungen gut möglich. Die polyzentrische Struktur der Ansiedlungen Umbriens reicht weit in die Vergangenheit zurück: Antriebskraft und Hauptstützpunkt dieser Region ist ihr System der autonomen Städte, die sich bereits im Altertum fest etablierten und wuchsen und durch ihre Lage an Zufahrtswegen, Landstraßen und Eroberungsrouten stets über eine gute Verbindung mit der Außenwelt verfügten.

Es bietet eine große Vielfalt an Strukturen für die Unterbringung: Hotels, Agritourismusbetrieben (Ferien auf dem Bauernhof), Residence (Ferienwohnanlagen), Bed & Breakfast, Zimmervermietungen, Ferienwohnungen/-häusern, Campingplätzen und Feriendörfen: Sie brauchen nur auszuwählen und schon kann Ihre interessante Entdeckungsreise in Mythos und Geschichte beginnen, denn Umbrien ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.
Die Kunst der Holzschnitzerei findet in grandiosen Werken wie den Holzschnitzarbeiten der Sala di Mercanzia von Perugia, dem Chorgestühl von San Domenico in Perugia, der Kanzel der Kirche San Lorenzo in Spello ihre Entfaltung. Die Entwicklung der Intarsienkunst läßt sich in den umbrischen Kirchen und Palsten am deutlichsten verfolgen.
Die Eisenschmiedekunst in Perugia, Orvieto, Gubbio und der Gegend um den Trasimenischen See zeigt sich in den herrlichen Werken wie dem Gitterwerk der Kappelle des Gonfalone di S. Francesco und dem Gitterwerk der Kapelle S. Bernardino im Dom von Perugia. Mit der Entwicklung der Industrialisierung findet ein Niederpng dieser sogenannten "kleineren Künste" statt, die sich aber am Anfang des 19. Jahrhunderts bedeutend erholen. Am Anfang der siebziger Jahre hat die Region Umbrien durch ihre eigene promotionelle Aktivität die Entwicklung dieses Sektors angeregt, der auch vom gleichzeitigen Zuwachs des regional-touristischen Verkehrs unterstützt wurde.
Die Herstellung von Keramiken nach alten Vorlagen wird vor allem in Gubbio, Gualdo Tadino, Deruta, Todi, Orvieto, Città di Castello, Perugia und Umbertide, die Kunst des Terracotta in Ficulle betrieben. Im Bereich Tuchweberei, Stickerei und Spitzenklöppelkunst verzeichnet man ein Wiederaufleben der Techniken und Vorlageri aus der Zeit des Mittelalters und der Renaissance.

Es bietet eine große Vielfalt an Strukturen für die Unterbringung: Hotels, Agritourismusbetrieben (Ferien auf dem Bauernhof), Residence (Ferienwohnanlagen), Bed & Breakfast, Zimmervermietungen, Ferienwohnungen/-häusern, Campingplätzen und Feriendörfen: Sie brauchen nur auszuwählen und schon kann Ihre interessante Entdeckungsreise in Mythos und Geschichte beginnen, denn Umbrien ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.
Diese Wiederbelebung, die in allen Bereichen der sogenannten kleineren Künste zu registrieren ist, setzt sich mit dem Wiederaufblühen der Handweberei in Perugia (der als "Fiamma di Perugia" bezeichneten Webkunstart), in Città di Castello und Assisi mit dem Doppelkreuzstich aus der Zeit der Renaissance, der praktisch zum "Assisi-Stich" umgetaut wird, immer mehr durch. Die Spitzenherstellung, eine mit der Häkelnadel angefertigte und als "Irische Spitze" bezeichnete Handarbeit, wird im Jahre 1904 von Elena Guglielmi insbesondere auf der Isola Maggiore des Trasimenischen Sees und später in Panicale in den Werkstätten des Ars Panicalensis - die auch für ihre Stickerei berühmt ist - eingeführt.
Weltberühmtheit erlangt schließlich die Ars Wetana, eine besondere Art von irischer Spitze, die auch heute noch in Orvieto hergestellt wird. Das Holz- und Restaurationshandwerk hat sich in der heutigen Zeit im Vergleich zur Vergangenheit geändert. Die Herstellung von Stil- und modernen Möbeln, die Restaurierung antiker und antiquarischer Stücke erfolgt zum Teil in Kleinindustriebetrieben. City di Castello, besitzt Werkstätten, Kleinbetriebe für Stilmöbel, Werkstätten zur Restaurierung und Antiquitätengeschäfte.
In Todi befindet sich eine Reihe von Schnitzern, Kunsttischlern, Bildhauern, Restauratoren, Stilmöbelherstellern und Antiquitätengeschäften. In Assisi und Perugia sind Restauratoren und Antiquitätenhändler tätig, während in Orvieto moderne Möbel gefertigt werden. Für die Schmiedekunst ist Gubbio mit seinen noch vorhandenen Werkstätten, in denen insbesondere antike Waffen reproduziert werden, bekannt. Assisi, Città della Pieve, Norcia und Villamagina sind für ihre traditionelle kunsthandwerkliche Bearbeitung von Feilen und Raspeln bekannt. Besondere Bedeutung kommt der in Magione noch ausgeübten Kupfertreibarbeit zu.

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Kein anderes Gebiet in Italien kann auf eine derart optimale Struktur zwischen Siedlung und Raum, zwischen Mensch und Umwelt verweisen. Dieses einzigartige Faktum ist bedingt durch die kulturelle Entwicklung, die zu einer kontinuierlichen Linie und einem lückenlosen Übergang zwischen alter und moderner Zeit geführt hat. Dies zeigt sich auch in den Zentren der Städte, in denen sich die historischen Ereignisse, die die Grundlagen für die Besiedlung der Region darstellten, noch heute nachvollziehen lassen: die Anwesenheit der Etrusker, der Römer, die Bildung von Siedlungen, die überall ihre Spuren hinterließen, in Perugia wie in Orvieto, in Spello wie in City di Castello. Zu sehen ist dies auch an der Architektur von Assisi, Todi und Gubbio.
Man ist fast geneigt zu sagen, ganz Umbrien ist eine einzige Stadt, mit den vielen mittleren, kleinen und sehr kleinen Zentren, die alle das Gesicht und Gepräge einer Stadt aufweisen mit gemeinsamen historisch-künstlerischen Aspekten, die sich bis in unsere Tage erhielten und in ihrer Entwicklung keinerlei Unterbrechung erfuhren. Diese Stabilität macht schließlich den Reiz der Zentren Umbriens aus und verleiht ihnen eine kulturelle Vielschichtigkeit, ein Gepräge, in dem sich die Ursprünge aus etruskischer und römischer Zeit sowie aus der Zeit der Entstehung der Kommunen wiederfinden.
Betrachtet man schließlich das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt, so zeichnen sich hier keine speziellen gebietsmäßig begrenzten wirtschaftlichen oder demographischen Schwerpunkte ab, die sich in den Bergen, Hügeln oder Ebenen gebildet hätten. Auch in diesem Falle erfolgte im Laufe der Geschichte eine optimale Integration aller Aspekte.

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Der gebietsmäßige Aufbau zeigte sich stets in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Stadt und Land. Ein gleichmäßiges feinmaschiges Netz an kleinen und mittleren Siedlungen breitet sich über die ganze Region aus.
Umbrien hat alle jene zersetzenden Elemente, die die Entwicklung des Industriezeitalters in den anderen Regionen mit sich gebracht hat, nur am Rande miterlebt: die Landflucht, die Entstehung und Ausuferung der Trabantenstädte. Seine bedeutendsten Industrieansiedlungen konzentrieren sich auf das Gebiet um Terni und Narni: Eisenindustrie, Metall und Maschienenbau und chemische Industrie haben sich gegen Ende des letzten Jahrhunderts entwickelt. Im Einzugsbereich der Hauptstadt Perugia ließen sich die großen Lebensmittel- und Textilindustrien nieder. Weniger bedeutend, aber von alter Tradition sind die Industriegebiete von San Giustino, Città di Castello, Foligno, Gubbio und Gualdo Tadino.
Von sehr alter Tradition und noch heute sehr lebendig ist das Handwerk, das für die Region einen bedeutenden wirtschaftlichen und künstlerisch-historischen Faktor darstellt; so befinden sich z.B. die wichtigsten Betriebe der Keramikherstellung in Gualdo Tadino, Deruta, Gubbio, Orvieto und City di Castello, die der Möbelfertigung im oberen Bereich des Tibertals und des Tuderte, die Kunstschmieden in Gubbio und Orvieto und die Spitzenklöppeleien in Orvieto und der Gegend um den Trasimenischen See.

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Die Verkehrsverbindungen innerhalb der Region werden durch ein Netz gut ausgebauter, schöner Straßen erleichtert und ermöglichen ein angenehmes Reisen. Es bestehen zwei Hauptverkehrsachsen, die E 45 im Tal des Tibers und die Staatsstraßen SS 75 und SS 76 bis, die entlang der Valle Umbra und um den Trasimenischen See verlaufen. Die Autostrada del Sole (Autobahn nach Süditalien) und der 12 km von Perugia entfernt liegende Flughafen der Region in Sant'Egidio verbinden die Region mit dem übrigen Italien. Umbrien ist somit ein Gebiet, das sich durch die natürliche Schönheit seiner Landschaft, durch große künstlerische und kulturelle Traditionen, durch moderne Strukturen in Wirtschaft und Verkehr auszeichnet, ein Land, für den Tourismus besonders geeignet. Die Urlaubsmöglichkeiten sind praktisch unbegrenzt, sowohl Air den Touristen, der länger verweilen mächte, als auch für den Durchreisenden. Perugia, Città di Castello, Assisi, Spoleto, Gubbio, Orvieto, Todi, Terni und Umgebung gelten aufgrund ihrer Lage, ihres milden Klimas, ihres wunderschönen Panoramas und ihrer vielfältigen künstlerischen Schönheiten als wahre Urlaubsoasen. Ebenso verhält es sich bei den kleineren Städten, die reich an Kunstwerken und historischen Zeugnissen sind, den Städten wie Montefalco, Spello, Trevi, Narni, Umbertide, Amelia, Gualdo Tadino, Norcia, Cascia, Nocera Umbra, Città della Pieve, Sangemini und Ferentillo. Besonders geeignet und für einen Sommer- und Familienurlaub bestens gerüstet sind die Orte am Trasimenischen See: Passignano, Castiglione del Lago, Tuoro und Magione.

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Von der Antike zur Gegenwart

Umbrien ist eine Region, die auf eine fast dreitausendjährige Geschichte zurückblicken kann und über eine solide kulturelle Struktur verfügt. Bereits im Mittelalter waren die Benediktinerklöster Stützpunkte und Zentren, in denen die klassische heidnische und die neue christliche Kultur Pflege und Bewahrung erfuhren, die Künste ausgeübt und technisch-wissenschaftliche Experimente in den Bereichen der Medizin, Naturwissenschaften und Landwirtschaft betrieben wurden. Perugia z.B. war mit seiner Universität - die eine der ältesten in Europa ist und Ende des 12./ Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet wurde - ein Zentrum und Mittelpunkt des kulturellen Lebens des frühen Mittelalters und später der Renaissance gewesen, und ist es auch heute noch innerhalb der Region selbst. Orvieto war viele Jahre lang Bischofssitz, zog Künstler und Literaten geradezu an und war sowohl auf politischem wie auf kulturellem Gebiet tonangebend. Dieses ist also der Boden, aus dem die umbrische Kultur erwuchs und im Laufe der Jahrhunderte eine Blütezeit erlebte, in der man stets um die Bewahrung der alten kulturellen Einrichtungen wie um die Schaffung neuer mutiger Einrichtungen im humanistichen, naturwissenschaftlichen und forschungstechnischen Bereich bemüht war. Die umbrischen Universitäten, seine Kunstakademien, seine Musikkurse sind heute nicht nur in Italien, sondern in ganz Europa bekannt und berühmt und ziehen Jahr für Jahr Tausende von Studenten aus allen Teilen der Welt an. Doch damit nicht genug: überall fanden und finden kulturelle Veranstaltungen von hohem Niveau statt, die Touristen und Liebhaber scharenweise aus der ganzen Welt anlocken. Die bekanntesten davon sind: das "Festival dei due Mondi" von Spoleto, das Musikfestival "Sagra Musicale Umbra" und "Umbria Jazz". Neben diesen Veranstaltungen leben in fast allen kleineren Städten Umbriens Feste und Brauchtum aus alten Zeiten wieder auf; das Ceri-Fest und der "Palio della Balestra" in Gubbio, das Frühjahrsfest "II Calendimaggio" in Assisi, die "Giostra della Quintana" (Turnier und Umzug in historischen Kostmen) in Foligno, die "Corsa all'Anello" in Narni oder der "Corteo Storico del Corpus Domini" (Historischer Umzug an Fronleichnam) in Orvieto. Umbrien zeigt gleichzeitig seine an Traditionen reiche Vergangenheit und die moderne Gegenwart, ohne zwischen beiden zu trennen und liefert ein facettenreiches Bild seiner äußerst vielfältigen und vielseitigen Gegenwart.

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Die Küche

Umbrien ist seit jeher eine bäuerliche Gegend und hat somit eine Küche mit einfachen und schmackhaften Gerichten, bei denen vorwiegend einheimische Produkte verwendet werden.
Die Gärten liefern Frischobst und Frischgemüse, die Olivenhaine ein Öl von hoher Qualität, die Schweinezucht hervorragende Wurst, die Rinderzucht zartes Fleisch für Steaks, die Flässe und der Trasimenische See Karpfen, Forellen, Hechte, Meeräschen und Barsche, die Wälder liefern Pilze, bester Qualität die Valnerina Schwarztrüffel, Linsen und Käse, das Tal des oberen Tibers und die Eugubino Gualdese weiße Trüffel, die Hügel mit ihren Rebstöcken einen hervorragenden Wein, der jedes gute Essen abrundet.
Spieß und Grill sind die wichtigsten "Küchenwerkzeuge", aromatische Kräuter, Majoran und Fenchel verleihen den Speisen ihren unverwechselbaren Geschmack, das Öl bleibt unter den Gewärzen und Zutaten der unumstrittene König.
In der ganzen Region erhält man als Vorspeisen köstliche Wurstarten. Magere, trockene Schinken, knoblauchwürziger Halsgrat mit Pfeffer und Salz, luftgetrocknete, frische Schweinewürstchen.

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Dazu reicht man Backwaren wie den typischen Kuchen alla Perugina, mit Schinken oder Schweinemett garniert, Pizzabrot mit Salbei und Zwiebeln angereichert, Röstbrot mit zerkleinerter Hühnerleber oder mit Trüffel und Heringsfilet, oder mit Salz oder Zucker abgeschmeckt gegessen werden.
Zu den Vorspeisen, vor allem aber zum Aperitiv bietet man gerne schwarze Oliven mit Orangen abgerundet. Als ersten Gang gibt es zumindest drei lokale Spezialitäten: die "Ciriole", herzhafte Nudeln mit in Öl angeröstetem Knoblauch; "Strascinati", "Maccheroni" mit in der Pfanne angebratenem Schweinemett und Eiern mit Parmesan; "Umbrici", von Hand gemachte grobe Spaghetti.
Schließlich Spaghetti oder Risotto mit reichlich geriebener schwarzer oder weißer Trüffel. Bei den Hauptgängen überwiegt das Spanferkel, das zwar ein Air ganz Mittelitalien typisches Gericht, aber umbrischen Ursprungs ist. Dieses wird an einem Spieß im Holzofen, mit einer Füllung aus zerkleinerter Leber, Herz und Lunge, die mit Pfeffer, Knoblauch, Salz und wildem Fenchel gewürzt ist, zubereitet. Ein in Norcia und der gesamten Valnerina verbreitetes und ebenfalls am Spieß zubereitetes Gericht sind die Schnepfen "alla Norcina", die mit einer Füllung aus zerkleinerter Wurst, Butter, Majoran, Thymian - und wenn Saison ist - schwarzer Trüffel versehen werden. "Budellacci", ein fein gesäuberter Schweinedarm, geräuchert und abgeschmeckt mit Salz, Gewürzen, Fenchelkörnern, werden am Grill zubereitet.
Der Wildhase wiederum wird in einem Sud aus Oliven, Weißwein, Brühe und aromatischen Kräutern geschmort, während Würste aus grobem Schweinemett in der Kasserole mit frischen Weintrauben zubereitet werden. Und schließlich der Fisch, eine Spezialität am Trasimenischen See.

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Die beiden wichtigsten Gerichte sind die "Regina in Porchetta", ein Karpfen, der nach dem gleichen Verfahren wie die Porchetta zubereitet wird, und "Tegamaccio" (Fischpfanne) das einer Fischsuppe ähnelt aber konzentrievter ist: alle Fischsorten des Sees sind vertrocknet und werden in einer Reine mit aromatischen Kräutern und Weißwein in arstklassigem Olivenöl geschmert.
Unter den zahlreichen Süßigkeiten und Desserts ist vor allem der "Torciglione" zu erwähnen, ein Kuchen aus zerkleinerten Mandeln, Mehl und Zucker; außerdem der "Brustengolo", eine Art grobe Polenta mit zerkleinerten Äpfeln, Pinienkernen, Nüssen, Zitronenschale und Zucker; "Maccheroni" mit Nüssen, hausgemachte Tagliatelle aus geknetetem Mehl, gekocht und mit Zucker, Zimt, zerkleinerten Nüssen und Zitronenschale serviert; zerkleinerte Nüsse, mit Zitronenschale abgeschmeckt, sind eine besondere Weihnachtsspezialität.
An Ostern reicht man eine "Ciaramicola", bestehend aus Mehl, Eiern, zerlassenem Schweineschmalz, Zucker, Alkermes. Diese wird im Ofen gebacken und mit geschlagenem Eiweiß und Zucker garniert; schließlich noch die "Pinocchiate", ein Gebäck aus Eiern, Zucker und Pinienkernen und der panpepato, ein trockenes Gebäck aus Sultanien, kandierten Früchten und Mandeln.

Es bietet eine große Vielfalt an Strukturen für die Unterbringung: Hotels, Agritourismusbetrieben (Ferien auf dem Bauernhof), Residence (Ferienwohnanlagen), Bed & Breakfast, Zimmervermietungen, Ferienwohnungen/-häusern, Campingplätzen und Feriendörfen: Sie brauchen nur auszuwählen und schon kann Ihre interessante Entdeckungsreise in Mythos und Geschichte beginnen, denn Umbrien ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.
Das Kunsthandwerk

Die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der kunsthand-werklichen Aktivitäten in Umbrien liegt in ihrer uralten Tradition begründet. Die verschiedenen eigentlichen Formen des Kunsthandwerks nehmen jedoch erst im Mittelalter ihren Anfang. In der Renaissance schließlich wirkt sich die große Blütezeit, die in den Bereichen der bildenden Kunst zu verzeichnen ist, auch auf das Kunsthandwerk aus, das hier seine größte Glanzzeit erreicht. Die Keramik von Deruta, Perugia, Gubbio, Gualdo Tadino, Orvieto, City di Castello setzt sich mit der Zeit in ganz Italien durch. Berühmtheit erlangen die blütenweiß glasierten Keramiken aus Deruta, die grazil geschwungenen goldgelben Dekorationen, die mit sicherer Hand aufgezeichneten Figuren, die rubinroten Majoliken aus Gubbio von Giorgio Andreoli und Söhnen. Die geometrische Schlichtheit der antiken Dekorationen aus Orvieto, die Leuchtkraft der Glasurarbeiten aus Gubbio und Gualdo Tadino, die Wappen und Reliefs aus City di Castello treten besonders hervor. Die Bearbeitung von Stoffen, die in Umbrien mindestens seit dem XII. Jahrhundert betrieben wird, unterlag nunmehr französischem Einfluß, besonders die Wandteppiche von Lilla und Giacomo Bergiges, die in den folgenden Jahrhunderten in einigen Air Perugia typischen Formen zum Ausdruck kommen wie die Stoffe aus der Manufaktur Donini, deren Produktionen bis zum XVIII. Jahrhundert überdauern, und die berühmten "Tischtücher" aus Perugia, die sowohl in Kirchen als auch in Haushalten Verwendung finden. Diese Stoffe, für deren Bearbeitung man sich von der Kultur des Mittleren Orients inspirieren ließ, werden in Umbrien seit dem XIII. Jahrhundert hergestellt; sie sind mit geometrischen Motiven, menschlichen und tierischen Wesen sowie Glückwunschformeln dekoriert und erlangten wie die Peruginer Schleier Berühmtheit in ganz Italien und Europa.

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